Adipositassprechstunde Leipzig und Probleme während Corona

Es wird mal wieder Zeit für einen Eintrag im Blog und dieses mal nehme ich euch mit in die Adipositassprechstunde Leipzig, die ich seid Anfang des Jahres bestreite. Leider findet diese jetzt vorzeitig ein Ende. Warum und wieso? Das erfahrt ihr in diesem neuen Eintrag.

Wie ihr wisst sollte es in diesem Blog eigentlich rund um das Thema abnehmen und die Ziele und Erfolge dahinter gehen, aber auch die Probleme die diese „Lebensaufgabe“ mit sich bringt.
Adipositas ist nun mal eine chronische Krankheit mit der ich jetzt ein Leben lang kämpfen muss.

Allgemein ist zu sagen, dass ich 2 Jahre gebraucht habe und auf der Warteliste stand überhaupt die Chance für die Sprechstunde zu bekommen.
Ich hatte so viel Motivation abzunehmen und aus meinen schlanken 180 kg damals weniger zu machen. Letztendlich war ich mega glücklich als mir dann zugesagt wurde die Therapie zu machen. Ich dachte mir, Ausbildung, Therapie zum abnehmen und privates bekomme ich schon unter einen Hut. Anfangs lief es auch super ich habe mich für einen Magenballon entschieden der mir zu Beginn eingesetzt wurde. Hier war mir klar: „Endlich geht es los, endlich die Last des Übergewichtes nicht mehr tragen!“
Die Anfänge waren beschwerlich und ziemlich anstrengend, meine Ausbildung forderte ziemlich viel am Anfang des Jahres immerhin stand der 1. Teil unserer Abschlussprüfung an. Dennoch konnte ich die ganze Kraft aufwenden. Die ersten Wochen und Monate liefen einfach nur perfekt, 5 Kilo dort 10 Kilo hier, ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell ginge. Also Fazit nach einem Monat 15 Kilo weniger. Klasse Ergebnis!
Jedoch kamen schon die ersten Stolpersteine, die Flüssignahrung „Optifast“ habe ich nicht vertragen und bekam Brechreize davon. Somit entschied ich mich in Verbindung mit den Therapeuten auf selbst gemachte Shakes umzusteigen. Diese waren zwar nicht immer lecker aber haben funktioniert und es gingen immer mehr Pfunde runter. So lief das einige Zeit ganz gut, ich war jeden Montag in Leipzig bei meiner Therapie und die restlichen Tage der Woche in meiner Ausbildung. Doch dann kam wie bei vielen Covid-19 in die quere. Was soll man sagen, das Coronavirus hat mich zum unpassendsten Zeitpunkt erwischt wie es nur ging. Zu diesem Zeitpunkt war ich auf einem Gewicht von 152 kg, also -28 im Vergleich zu Beginn. Das war einfach nur ein Klasse Erfolg und ich war gewillt weiter zu machen. Doch wie das so ist, läuft nicht alles gut, um genauer zu sagen es lief einfach nur beschissen. Ich habe während der Phase als unsere Ausbildung auf „Home-Office“ verlegt wurde wieder in meinem alten Trott meiner damaligen Spielsucht gefangen. Die Inhalte der Ausbildung liefen mäßig ich konnte einfach keinen weg herausfinden, ich war gefangen wie gefangen, nichts ging mehr. Obendrauf kamen dann noch private Probleme die sich angestaut haben. Schließlich wurden es wieder Depressionen ich kam wochenlang nicht aus dem Bett und hatte keine Motivation für nichts mehr. Somit war das einhalten der Vorgaben von Leipzig schier unmöglich. Während der Coronazeit gingen somit wieder 8 kg drauf und ich dachte mir: „Tja, wieder ein vergeblicher Versuch abzunehmen“.

Dann ging es wieder los Corona war so ziemlich vorüber, klar mit ein Paar Maßnahmen die eingehalten werden mussten, aber es war eigentlich soweit wieder Perfekt. Also wieder zurück in die Ausbildung hieß es und auf gehts, aber nein natürlich nicht, mir viel alles auf den Kopf, was ich während der Coronazeit schleifen ließ, zudem wurden die Probleme in meinem Privaten Umfeld nicht besser und erneut kickten die Depressionen. Hier hatte ich dann auch wieder Zweifel an mir selbst und an allem was ich je bisher erreicht habe. Somit hieß es, Auszeit!, einfach mal runterkommen und alles liegen lassen und neue Kraft schöpfen. (Deswegen kamen auch keine neuen Posts)

Was kann ich euch also mitgeben?

Naja, ich fand die Zeit während der Adipositassprechstunde sehr angenehm und in Verbindung mit den Therapeuten dort versucht man alles das Übergewicht zu bekämpfen und es funktioniert auch. Auch wenn es schwer ist nur noch Wasser zu trinken, seine Mahlzeiten aufzuschreiben oder von Flüssignahrung zu leben. Für mich einfach eine hohe psychische Belastung in Verbindung mit meiner Ausbildung und privaten Problemen.

Und auch wenn ich jetzt die Therapie abbreche um mich auf meine Ausbildung voll zu fokussieren, werde ich nicht aufhören an meinem Übergewicht zu arbeiten. Ich nehme mir jetzt täglich meine 2 – 3 h für mich laufe irgendwo hin und schalte einfach ab von allem. Ich werde weiterhin auf meine Ernährung achten, aber nicht flüssig. Seitdem habe ich auch schon wieder 4 Kilo runter, ich bin der festen Überzeugung mit den Kniffen und tricks die ich aus der Therapie mitnehmen konnte, mein Gewicht dauerhaft und langfristig zu verringern. Auch wenn ich dann nicht mehr die Unterstützung von Leipzig habe, habe ich trotzdem Tonnenweise von meiner Familie und meinem Freundeskreis.

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Philipp Schmidt

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